
Häufig gestellte Fragen
- Aber die Ärzte kontrollieren doch selbst den pH-Wert bei den Vorsorgeuntersuchungen?
- Was hat der pH-Wert mit Frühgeburt zu tun?
- Was versteht man unter einer bakteriellen Vaginose?
- Ist eine bakterielle Vaginose in der Schwangerschaft irgendwie anders als wenn man nicht schwanger ist?
- Wieso ist die frühzeitige Diagnose und Behandlung so wichtig? Ist das alles wirklich so eilig?
- Welche Krankenkassen erstatten Careplan bereits?
- Wenn der pH-Wert steigt, steht dann eine Frühgeburt bevor?
- Zeigt Careplan jede Frühgeburt an?
- Haben Sie überprüft, ob Careplan wirklich funktioniert?
- Aber ich kann doch selbst ein Vaginalgel verwenden?
- Kann Careplan auch zur Feststellung von Abgang von Fruchtwasser bei vorzeitigem Blasensprung verwendet werden?
- Kann man durch die Messung mit Careplan theoretisch auch eine Frühgeburt auslösen?
- Wann in der Schwangerschaft soll man Careplan verwenden?
- Sollte Careplan nicht nur für Risikoschwangerschaften empfohlen werden?
- Ist Careplan bei bakterieller Vaginose außerhalb der Schwangerschaft sinnvoll?
- Enthält der Careplan-Handschuh Latex?
- Wenn ich Careplan verwende, gehe ich also nur dann zum Arzt, wenn der vaginale pH-Wert erhöht ist?
1. Aber die Ärzte kontrollieren doch selbst den pH-Wert bei den Vorsorgeuntersuchungen?
Die Kontrolle des pH-Wertes ist meist Bestandteil der ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen. Die Abstände zwischen diesen Untersuchungen sind jedoch relativ groß: zu Beginn der Schwangerschaft vier Wochen und in der Spätschwangerschaft zwei Wochen. In der Zwischenzeit kann sich das Vollbild einer bakteriellen Vaginose ausbilden, die dann umso schwerer behandelbar ist. Unerwünschte Keime können leichter in die Scheide gelangen und zur Gebärmutter aufsteigen – das Risiko einer Frühgeburt wächst.
2. Was hat der pH-Wert mit Frühgeburt zu tun?
Die Flüssigkeit auf der vaginalen Schleimhaut ist normalerweise recht sauer (etwa pH 4). Die Säure wird von Milchsäurebakterien produziert, die so für ein gesundes Vaginalmilieu sorgen. Dies ist Teil des körpereigenen Abwehrsystems gegen unerwünschte Keime. Wenn der pH-Wert ansteigt, die Scheidenflüssigkeit also weniger sauer wird, können unerwünschte Keime leichter in die Scheide gelangen und sich dort ansiedeln. Diese Keime können in die Gebärmutter aufsteigen und dort zur Frühgeburt führen. Dieser Prozess lässt sich am leichtesten stoppen, wenn man bereits im Stadium des pH-Wert-Anstiegs den Arzt aufsucht und nicht erst, wenn eine Infektion vorliegt oder schon fortgeschritten ist.
3. Was versteht man unter einer bakteriellen Vaginose?
Bei einer bakteriellen Vaginose ist das Gleichgewicht der Scheide gestört und es sind bereits vermehrt Bakterien zu finden, die dem Gleichgewicht nicht zuträglich sind und die zu Entzündungen führen können. Die bakterielle Vaginose kann sich durch Brennen und unangenehmen Geruch bemerkbar machen, sie kann aber auch symptomlos verlaufen.
4. Ist eine bakterielle Vaginose in der Schwangerschaft irgendwie anders als wenn man nicht schwanger ist?
In der Schwangerschaft tritt häufiger bakterielle Vaginose auf. In der Schwangerschaft besteht das Risiko, dass Keime in die Gebärmutter aufsteigen und zur Frühgeburt führen können. Daher ist es auf jeden Fall sinnvoll, in der Schwangerschaft besonders auf die vaginale Gesundheit zu achten.
5. Wieso ist die frühzeitige Diagnose und Behandlung so wichtig? Ist das alles wirklich so eilig?
Die Kontrolle des pH-Wertes ist meist Bestandteil der ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen. Die Abstände zwischen diesen Untersuchungen sind jedoch relativ groß: zu Beginn der Schwangerschaft vier Wochen und in der Spätschwangerschaft zwei Wochen. In der Zwischenzeit kann sich das Vollbild einer bakteriellen Vaginose ausbilden, die dann umso schwerer behandelbar ist. Unerwünschte Keime können leichter in die Scheide gelangen und zur Gebärmutter aufsteigen – das Risiko einer Frühgeburt wächst.
6. Welche Krankenkassen erstatten Careplan bereits?
Eine Übersicht über alle Krankenkassen, die Careplan erstatten, finden Sie
hier.
7. Wenn der pH-Wert steigt, steht dann eine Frühgeburt bevor?
Nein. Die Prüfung des vaginalen pH-Wertes ist eine Vorsorgemaßnahme, die vor einem akuten Frühgeburtsrisiko ansetzt. Wenn Careplan Sie auf eine Erhöhung des Scheiden-pH-Wertes aufmerksam macht, bleibt genug Zeit, Ihren Arzt aufzusuchen und mit ihm über weitere Schritte zur Vorbeugung einer Frühgeburt zu sprechen.
8. Zeigt Careplan jede Frühgeburt an?
Nein, es gibt viele Ursachen für Frühgeburten. Eine Scheideninfektion ist häufig die Ursache und gehört zu den Ursachen, die sich vermeiden lassen. Careplan zeigt auch keine Frühgeburt an. Mit Careplan überprüfen Sie zu Hause den pH-Wert der Scheide. Ein erhöhter Wert ist ein Anzeichen dafür, dass es zu einer Infektion kommen könnte. Es bleibt genug Zeit, mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen, ob eine Behandlung erfolgen sollte, die einer Frühgeburt vorbeugt.
9. Haben Sie überprüft, ob Careplan wirklich funktioniert?
Professor Hoyme, Chefarzt an der Frauenklinik in Erfurt, hat das Selbstvorsorgeprogramm mit Careplan getestet.
In der Erfurter Klinik hatten die Teilnehmerinnen der Studie 0,3% Frühgeburten vor der 32. Schwangerschaftswoche, die Nicht-Teilnehmerinnen hingegen 3,3% Frühgeburten vor der 32. Schwangerschaftswoche.
Das Programm wurde 2002 als Thüringer Frühgeburtenvermeidungsaktion ausgeweitet. Nur ein Teil der Schwangeren nahm an dem Programm teil. Trotzdem wurde die Zahl der Frühgeburten vor der 32. Woche um ein Drittel gesenkt. Nach Abschuss der Thüringer Frühgeburtenvermeidungsaktion ging die Frühgeburtenrate leider wieder auf das alte Niveau zurück.
10. Aber ich kann doch selbst ein Vaginalgel verwenden?
Das ist sicherlich eine der möglichen Behandlungen, die Ihr Arzt vorschlagen könnte. Vielleicht sind auch andere oder zusätzliche Schritte notwendig. Wir raten deswegen dringend dazu, den Arzt zu fragen, damit er eine vollständige Diagnose stellen kann.
11. Kann Careplan auch zur Feststellung von Abgang von Fruchtwasser bei vorzeitigem Blasensprung verwendet werden?
Careplan ist von uns als Hersteller für diese Anwendung nicht getestet worden. Daher können und dürfen wir Careplan für diese Anwendung nicht empfehlen.
Wir wissen, dass Careplan häufig von Ärzten und Hebammen für die Testung auf Fruchtwasser in der Vagina empfohlen wird. Es handelt sich dann um einen so genannten Off-Label-Use, für den wir als Hersteller keine Verantwortung übernehmen. Daher sind auch in der Gebrauchsanleitung hierzu keine Angaben gemacht.
12. Kann man durch die Messung mit Careplan theoretisch auch eine Frühgeburt auslösen?
Nein. Die Careplan Handschuhe sind hygienisch verpackt und werden einzeln aus der Packung entnommen. Der Zeigefinger wird nur 2-3 cm in die Vagina eingeführt. Da die Messung nicht mit einem Fremdkörper sondern mit dem eigenen Finger durchgeführt wird, hat die Schwangere die Anwendung sehr gut im Gefühl und kann sich nicht verletzen.
13. Wann in der Schwangerschaft soll man Careplan verwenden?
Infektionen treten am häufigsten im 4. bis 6. Monat auf, sind aber auch danach möglich. Wir empfehlen daher, nicht später als mit dem 4. Schwangerschaftsmonat zu beginnen und dann bis zum Ende der Schwangerschaft zu testen.
14. Sollte Careplan nicht nur für Risikoschwangerschaften empfohlen werden?
Eine Risikoschwangerschaft wird meist danach eingestuft, ob es in vergangenen Schwangerschaften schon Frühgeburten gegeben hat. In der ersten Schwangerschaft kann eine solche Einstufung allerdings nicht erfolgen, weil keine Erfahrungen vorliegen. Wir empfehlen Careplan für jede Schwangerschaft. Gerade auf Frauen, die schon einmal eine Frühgeburt erlebt haben, wirkt die Selbstvorsorge oft beruhigend.
15. Ist Careplan bei bakterieller Vaginose außerhalb der Schwangerschaft sinnvoll?
Grundsätzlich ist ein ansteigender vaginaler pH-Wert auch außerhalb der Schwangerschaft ein Anzeichen, dass das Abwehrsystem der Scheide geschwächt ist.
Eine Anwendung von Careplan außerhalb der Schwangerschaft ist vom Hersteller allerdings nicht vorgesehen. Bitte befragen Sie Ihren Arzt hierzu.
16. Enthält der Careplan-Handschuh Latex?
Nein, der Careplan VpH Testhandschuh ist latexfrei. Von der Stiftung Ökotest wurde er im Juni 2005 mit dem Gesamturteil "sehr gut" bewertet, da weder zinnorganische Verbindungen noch Weichmacher oder antimikrobiell wirksame Substanzen nachweisbar waren.
17. Wenn ich Careplan verwende, gehe ich also nur dann zum Arzt, wenn der vaginale pH-Wert erhöht ist?
Nein, Die Selbstvorsorge mit Careplan ersetzt nicht die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt, die im Mutterpass dokumentiert sind.
Careplan hilft Ihnen, Ihren Körper zu beobachten und gibt Ihnen bei erhöhtem pH-Wert das Signal, einen zusätzlichen Termin mit Ihrem Frauenarzt zu vereinbaren. Es kann darüber hinaus Gründe geben, den Arzt aufzusuchen. Eine Pilzinfektion beispielsweise würde sich nicht durch einen erhöhten pH-Wert ankündigen.
Es gibt in der Schwangerschaft weitere Anlässe, bei denen man vorsichtshalber den Arzt um Rat fragen sollte. Dies sind zum Beispiel:
- schlecht riechender oder vermehrter Ausfluss
- Juckreiz oder Brennen in der Scheide
- gesteigerter Harndrang oder Brennen beim Wasserlassen
- Blutungen, auch Schmierblutungen
- Fieber
- länger andauernder Durchfall
- menstruationsartige Beschwerden (Ziehen in den Leistenbeugen oder im Rücken, häufiges Hartwerden der Bauchdecke)
- Verdacht auf Fruchtwasserabgang